In der großen deutschen Tageszeitung erscheint aktuell ein wirklich bemerkenswerter Leitartikel zur EU-Tranferunion, in welchem Autorin Dorothea Siems ungeschminkt die Mißstände beim Namen nennt, um die es wirklich geht (kursiv):
Die Regierungschefs der EU stellen die Weichen in Richtung Transferunion. Die Bevölkerung wird absichtsvoll im Unklaren gehalten – sie soll nur zahlen. Dieses Verhalten schadet der europäischen Idee
Der deutsche Steuerzahler gleicht einem Lamm, das nicht merkt, daß es zur Schlachtbank geführt wird. Ein Jahr ist es her, dass die EU im Hauruck-Verfahren eine 100-Milliarden-Euro-Hilfe für Griechenland beschloß, um das überschuldete Land vor dem Staatsbankrott zu bewahren.

Bemerkenswerter Leitartikel in der dt. Zeitung "Die Welt" zur Transferunion, welche die EU in Wirklichkeit ist (Foto: Die Welt)
Damals gab es einen Aufschrei in der hiesigen Bevölkerung. Seither ist die Bundeskanzlerin zu etlichen EU-Gipfeltreffen gereist und hat immer neue “alternativlose” Zugeständnisse gemacht:
Auf Griechenland folgte Irland, ein Rettungsschirm wurde gespannt, jetzt soll er vergrößert und die Kreditbedingungen für die Schuldenstaaten erleichtert werden.
Doch obwohl die Summen, für die Deutschland im Notfall einstehen muß, im Laufe weniger Monate albtraumhafte Dimensionen angenommen haben, gibt es in der Bevölkerung keinen Protest.
Angela Merkels Strategie, die Menschen über die Tragweite der Beschlüsse im Unklaren zu lassen, ist aufgegangen. …/…
Daß in Brüssel Stück für Stück die Weichen für eine Transferunion gestellt werden, deren Hauptfinanzier Deutschland ist, es somit um Entscheidungen von historischer Bedeutung geht, bleibt dagegen von den meisten Wählern unbemerkt.
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